Belagseigenschaften
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Belagseigenschaften Tennisplätze!

Belagseigenschaften: Gras, Sand und Hartplatz – Was sind eigentlich die Unterschiede?


Die Sandplatz-Saison hat begonnen und alles steuert auf deren Höhepunkt Ende Mai, Anfang Juni zu – die French Open 2018. Wenn man die Buchmacher betrachtet, so ist Raphael Nadal mit einer Quote von rund 1.80 (Betway – Stand: März) wie jedes Jahr der absolute Topfavorit, was das Herren-Einzel betrifft. Die ersten Herausforderer, Novak Djokovic und Dominik Thiem, besitzen bereits nur mehr eine Quote von 7.00 bzw. 8.00. Der Grund liegt darin, dass Nadal als bester Sandplatzspieler aller Zeiten gilt und es SEIN Belag ist, da er dort seine Stärken so gut wie kein anderer ausspielen kann.

Doch warum ist das so? Haben Sie sich zum Beispiel schon einmal gewundert, warum Michael Chang in den 1990er-Jahren auf Hartplatz so brillierte, während der große Pete Sampras, der die großen Grand Slams gewonnen hat, nie einen Grand-Slam-Titel auf Sand ergattern konnte? Für den womöglich besten Tennisspieler aller Zeiten, Roger Federer, zählt Sand auch nicht gerade zu den Lieblingsbelägen, dafür dominiert er seit bald zwei Dekaden auf jedem anderen Untergrund. Die Ursache dafür liegt in den verschiedenen Eigenschaften der Courts, was Grip und auch Absprung des Balles betrifft, mit denen ein Teil der Spieler mal hier besser, der andere Teil dafür mal dort besser zurecht kommt.
Rasenbelag
Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick der Eigenschaften der 3
allgemeinen Kategorien von Oberflächen im Tennis: Rasen, Hartplatz und Sand.
Ein gepflegter Rasenbelag ist normalerweise mit dem prestigeträchtigen
Grand-Slam-Turnier in Wimbledon verbunden, welches jedes Jahr im Juli stattfindet.
Dieses Turnier wurde von den größten Namen des Tennissports
wie die eben erwähnten Spieler Roger Federer und
Pete Sampras sowie John McEnroe gewonnen.
Grasbelag ist aufgrund seiner rutschigen Oberfläche die schnellste aller
Tennisplatz-oberflächen. Der Ball besitzt einen geringeren
Absprung, da der Untergrund weicher ist als
mit jenen Materialien, die auf den anderen Tennisplätzen verwendet werden.
Gras-Courts können aufgrund der weicheren und leicht unebenen Grasoberfläche auch ein unvorhersehbares Verspringen des Balles verursachen.
Hartplatz
Hartplätze werden im Allgemeinen aus Asphalt oder Beton hergestellt und sind die am häufigsten verwendeten Tennisbeläge, da sie relativ einfach
zu warten sind. Hartplätze bieten eine Oberfläche, bei der:

1. Der Ball sich langsamer als auf Gras bewegt, jedoch schneller als auf Sand;
2. Der Absprung des Balles aufgrund der harten Oberfläche relativ hoch ist; und
3. Die Absprungrichtung des Balls gut vorhersehbar ist, da die Oberflächen flach und leicht zu pflegen sind.

Der Hartplatz wird von der International Tennis Federation (ITF)
allgemein als eine geeignete Spielstätte für alle Spielertypen
angesehen, da er einen guten Kompromiss zwischen den Gras- sowie
Sandbelägen darstellt und daher als „Democratic Court“ bezeichnet wird.
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Er begünstigt verschiedene Spielertypen, angefangen vom Serve-and-Volley-Spieler bis hin zum Grundlinienspieler, womit für ein ausgeglichenes Teilnahmefeld gesorgt wird.

Trotz der Proklamation durch die ITF sind Experten der Meinung, dass Hard-Courts Spieler mit einem guten Aufschlag begünstigen, da die Oberfläche allgemein immer noch als schnell gilt und das Spiel von der Grundlinie (mit langen Ralleys) als hoch und vorhersehbar angesehen werden.
Sandplatz
Die tiefroten Sandplätze sind das Wahrzeichen der French Open.
Diese Beläge gelten als die langsamsten Oberflächen im Tennis, d1. Die Geschwindigkeit des Balles verlangsamt;
2. Das Rutschen des Balles auf der Spielfeldoberfläche reduziert; sowie
3. Einen hohen Ballabsprung verursacht.
Aufgrund dieser Eigenschaften verringert der Sandbelag die
Geschwindigkeit des Balles, welcher von einem harten Schlag
getroffen wird. Dieser Geschwindigkeitsverlust führt dazu,
dass es einem Gegner leichter gemacht wird, den Ball zurück-
zuspielen. Dies wäre eine Erklärung, warum Spieler wie
Pete Sampras, der das Aufschlag-
und Volleyspiel bevorzugte, nie dieFrench Open (der einzige
Grand Slam, der auf Sand ausgetragen wird) trotz seiner Dominanz
auf Gras und Hartplatz in den 1990er Jahren nie gewinnen konnte.
Und das erklärt womöglich auch, warum hingegen ein Raphael Nadal
diesen Belag so dermaßen dominiert wie kein anderer Spieler in der Geschichte des Tennissports.

Sandplätze werden von Grundlinienspielern sowie Spielern bevorzugt, die enormen Spin bei ihren Schlägen erzeugen, wie eben ein Nadal, der dadurch bewusst als „King of Clay“ (Sandplatz-König) bezeichnet wird.

Wir hoffen, wir konnten mit dieser Auflistung einen kurzen Einblick darüber geben, worum es sich bei den verschiedenen Belagseigenschaften handelt und warum manche Spieler einen bestimmten Untergrund so dermaßen dominieren.