Schon als Kind träumte ich manch- mal
Dinge, die dann eintrafen. Ich spürte die Gegenwart des Bösen.
Oft konnte ich es nicht genau beschreiben, aber ich spürte, dass es eine unsichtbare Welt gibt.
Von Zeit zu Zeit hörte ich eine Stimme: „Deine Eltern lieben dich nicht!
Deine Eltern wollen dich nicht!" und ich wusste, dass diese Stimme nicht meinen
eigenen Gedanken ent- sprungen war. Ich hatte auf beun- ruhigende Weise
Teil an der un- sichtbaren Welt. Und was ich er- lebte, quälte mich.
Er sagte, dass ich es ihm nur erlauben müsse, dann würde er an diesem Abend kommen. Ich war sehr aufgeregt. Jetzt würde sich herausstellen, was an der Sache dran war. Ungläubig, aber doch neugierig lag ich abends in meinem Bett und wartete. „Stefan", sagte ich mir, „du glaubst doch nicht wirklich, dass da jemand kommt. Das ist doch nur ein Spiel." Oder doch nicht? Eine Gestalt erschien am Ende meines Bettes! Ich sah einen weißen Körper: Kopf, Arme, Hände, Beine und den Ober- körper. Ich rieb mir die Augen und dachte, ich sei übermüdet.
Wir erlebten Spukphänomene, d.h. dass Gegenstände ohne sichtbare Einwirkung
von ihrem Platz gestoßen oder geworfen wurden. Ich kannte solche
Dinge nur aus Horror-Filmen. Aber das waren doch nur Filme - oder?
Satan lockt mit Sex, Macht und Reichtum
Ich vergesse nie das Erlebnis unterwegs im Auto. So klar, als würde
jemand neben mir sitzen, hörte ich die Worte: „Wenn du mir dienst und dich vor mir niederwirfst, werde ich dir Frauen, Macht und Reichtum geben - alles, was du willst." Es hört sich vielleicht verrückt an, aber ich wusste in dem Moment, dass es der Teufel war.
Eigentlich bot er mir genau das an, was ich immer wollte. Und doch war ich in meinem Herzen wie blockiert. Tief in mir wusste ich, dass es mit mir endgültig aus sein würde, wenn ich mein Leben dem Satan gab.
Später traf ich Menschen, die ihm geglaubt und sich ihm geweiht hatten.
Ein junger Mann erzählte mir, dass Satan ihm genau das gleiche Angebot gemacht hatte, aber sein Versprechen nicht hielt. Jesus sagt, dass Satan ein Lügner ist. Auch diesen Mann hatte er betrogen. Nachdem er sich aufgrund unseres Gesprächs von seinem Gelübde an Satan losgesagt hatte, wurde er nach einigen Stunden intensiven Gebets frei
von Angst und Gebundenheiten.
Die Geister, die ich rief
Aber noch war ich selbst gebunden.
Oft befiel mich eine unerklärliche, panische Todesangst. Ich verlor dann völlig die Kontrolle über mein Tun. Dann hörte ich nur noch die Forderung:
„Töte! Töte! Töte!" und schlug aggressiv auf Menschen ein. Ich war
ein aktiver Hooligan! Hätten mich nicht Polizei, Freunde oder Fremde zurückgehalten, wäre ich auch zu einem Mord fähig gewesen. Ich hörte Stimmen, mein Zimmer war
von Geistern bevölkert und es kam der Gedanke auf, mich selbst zu töten.
Als ich anfing, mich gegen die Erscheinungen zu wehren, zeigten sie mir ihr wahres Gesicht. Jetzt erkannte ich den „Engel des Lichts" als die Fratze, die er in Wahrheit ist. Schauderhafte Eindrücke und dämonische Erscheinungen quälten mein sensibilisiertes Sehen. Ich fürchtete, verrückt zu werden. Es gab niemanden, dem ich mich anvertrauen konnte. Ich hatte Angst, in die Psychiatrie abgeschoben zu werden. Nervlich und körperlich völlig ausgebrannt, gequält und hoffnungslos, entschloss ich mich, mein Leben zu beenden.
Selbstmord als Ausweg?
Als ich es das erste Mal versuchte, war ich zu betrunken. Ich schnippelte an meinen Armen herum, ohne dass es mir gelang, den richtigen Schnitt zu setzen. Aus unterschwelliger Angst
davor, was nach dem Tod sein würde, tat ich es vor einer Diskothek, wo Freunde in der Nähe waren.
Einige Zeit später war mir alles egal, ich wollte nur noch im dunklen Abgrund versinken. Ich lief den Feldweg entlang, immer tiefer in die Weinberge hinein. In meinem Kopf lief alles nach Plan, ich wusste genau, was zu tun war. Früher hatte mir die Stimme gesagt: Töte! Jetzt sagte sie mir: „Töte dich! Töte dich!"
Der Lebensfilm
Ich hatte nie so werden wollen wie mein Vater. Aber ich war ja viel schlimmer! Ich sah mein Leben vor mir wie einen Film ablaufen. Es können nur Sekunden gewesen sein, in denen Jahre vor meinen Augen abliefen. Ich sah mich nicht an Weihnachten und Ostern in der Kirche oder wie ich einem Penner auf der Straße eine Wurst bezahlte, um mein Gewissen zu beruhigen. Nein, ich sah die Szenen, wo ich gelogen und gestohlen hatte, wo ich auf Menschen ein- prügelte und sie halb tot schlug.
Ich fing an, bitterlich zu schluchzen. Ich fragte mich: „Ist das alles, was ich mit 22 Jahren vorzuweisen habe?"
Ich setzte mich auf den Boden dort im Weinberg und weinte und weinte. Das hatte ich lange nicht getan. Meine Devise war: „Ich lasse mir nicht mehr weh tun!" Doch nun war ich entsetzt, dass in meinem Leben nichts Gutes zu finden war. Auch meine Kirchgänge schienen in der Todesstunde nicht zu zählen. Dabei wollte ich doch immer nur leben!
Plötzlich sah ich wieder eine dieser Fratzen, die mir sagte: „Wir haben es dir gesagt, wir kriegen deine Seele!"
Als Satan mir das zum ersten Mal gesagt hatte, hatte ich gelacht, denn ich nahm ihn damals nicht ernst. Nun lachte mich die Fratze aus.
Hilferuf
Aus irgendeinem Grund stand ich auf, schaute zum Himmel, und ohne wirklichen Glauben rief ich die Worte, die mein ganzes Leben verändern sollten:
„Gott, wenn es dich gibt, und du mich lieb hast, dann tu jetzt etwas! Ich weiß nicht, ob es die Hölle gibt, ob ich als Selbstmörder dorthin kommen werde, aber mir ist jetzt alles egal. Wenn es dich gibt, dann tue jetzt etwas!"
Ich hatte diese Worte kaum gesprochen, da kam ein starker Wind auf, als hätte jemand einen Schalter angeknipst. Ich hörte einen Schrei und die Fratze verschwand. Durch meinen Körper floss eine Kraft, die ich nie zuvor erlebt hatte. Ich empfand intensive Liebe und tiefen Frieden.
Es war so schön, so rein, und ich wusste: „Das ist das, wonach ich mein Leben lang gesucht habe." Ich weiß nicht, wie lange es dauerte. Mein Verstand sagte mir: „Stefan, bring dich um, es ist alles beim Alten geblieben."
Aber in mir war plötzlich wieder Hoffnung, ich wollte leben. Und da hörte ich eine andere Stimme: „Du sollst leben! Du sollst leben!" Wer war das? Wer sprach hier zu mir? War das überhaupt real?
Wie es weiterging, wie Stefan Driess zu einem lebendigen Glauben an Jesus Christus kam und sein Leben nun wirklich total aufregend wurde, ist nachzulesen in seinem Buch „Highway to Hell".
Stefan Driess, Highway to Hell, Grace-Productions, Filderstadt 2002
€ 8.-, sFr 13.50, Bestellung: www.grace-production.com
Inzwischen hat er vielen Menschen helfen können, durch eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus von okkulten und satanischen Bindungen frei zu werden.
Stefan Driess, geb. 1967, verheiratet mit Louise, 2 Kinder. Er wurde mit 22 Jahren nach dramatischen Erfahrungen Christ. Ausbildung bei Jugend mit einer Mission, dann BGG Stuttgart, lebt jetzt in Manchester, England. Sein Schwerpunkt ist der prophetische Dienst.
Dazu ist der Sohn Gottes auf die Erde gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören.
1. Johannesbrief, Kap.3,8
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