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US Open 2018


Williams-Eskapaden beim US-Open-Final
Ungebührliches Verhalten von Williams überschattet US-Open-Sieg von Naomi Osaka

Die Tennis-Nachricht der Woche - der erste Grand-Slam-Sieg einer Japanerin - wurde von skandalösem Verhalten der Finalgegnerin und Lokalmatadorin Serena Williams überschattet. Während die 20-jährige Naomi Osaka im ganzen Turnier nur einen Satz abgeben musste und sich auch gegen Williams überragend mit 6:2 und 6:4 durchsetzte, bleibt die Freude über den Sieg und die Anerkennung getrübt. Denn Superstar und 23-malige Grand-Slam-Siegerin Serena Williams fing immer wieder Streit mit dem Schiedsrichter an diesem denkwürdigen Abend im Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows/New York an. Wut, Tränen, Anschuldigungen bis hin zum Sexismusvorwurf - Williams kam selbst auf der anschließenden Pressekonferenz nicht zur Ruhe.

Naomi Osaka, die schon mit dem Einzug ins Finale eine historische Leistung für ihr Land vollbrachte, spielte hochkonzentriert auf und ließ sich von den Eskapaden ihrer Gegnerin nicht beirren. Nach 79 Minuten gehörte der US-Open-Titel 2018 im Damen-Einzel der Weltranglisten-19. Und damit 3,8 Mio. Dollar Preisgeld.

Williams im Clinch mit Schiedsrichter Ramos

Williams' Coach gab seiner Spielerin immer wieder unerlaubt Anweisungen, was er später auch zugab. Referee Carlos Ramos ist dies nicht entgangen, woraufhin er Williams Anfang des zweiten Satzes verwarnen musste. Die Amerikanerin ließ sich schon das nicht bieten und erwehrte sich lautstark den Vorwürfen. Später ließ sie ihren Frust an ihrem Schläger aus und bekam für das Zertrümmern des Spielgeräts die zweite Verwarnung, damit auch einen Punktabzug. Statt sich zu beruhigen und sich auf das Spiel zu konzentrieren, schrie sie den Schiedsrichter weiter an und forderte eine Entschuldigung.

Wütend und immer dreister - Williams dreht durch

Wenige Minuten danach ging sie wieder den Portugiesen Ramos an und bekam somit ein Spiel Abzug als Strafe. Dies erwies sich gar als spielentscheidend, es war das 5:3. Es hätte nach weiteren verbalen Entgleisungen auch einen Spielabbruch im Arthur Ashe Stadion an diesem denkwürdigen Samstag geben können.

Nach dem Spiel legte sie ihren Fokus weder auf das sensationelle Spiel Osakas noch ließ sie sich eine Entschuldigung für ihr skandalöses Verhalten entlocken. Ganz im Gegenteil: Williams verstieg sich in krude Sexismus-Vorwürfe gegenüber Ramos, welcher den Center Court unter Geleitschutz verließ.

Ein Jahr nach Geburt ihres Kindes und ihrem zweiten großen Finale seit der Wimbledon-Niederlage gegen Angelique Kerber hätte Serena Williams in New York ihren 24. Grand-Slam-Sieg holen und somit die historische Marke der Australierin Margaret Court einstellen können. Stattdessen lieferte sie ein historisches Theater, das nicht auf den Platz gehört. Die Vorbildfunktion nahm an diesem Abend Naomi Osaka ein, die gegen ihr großes Idol gewann und aus Respekt kein schlechtes Wort über Williams fallen ließ.










geschrieben am 09.09.2018 um 17:48 Uhr.